Delegierte 2017

Das Team von nahem

Maximilian Zenk

Studio Flox

Was machen wir?

Wir sind ein Kreativstudio mit Schwerpunkt Stop-Motion-Animation. Unser Herz schlägt für handgefertigte Geschichten, und die winzigen Unperfektheiten, die alles menschlich und sympathisch machen.

Was mache ich?

Als Geschäftsführer bin ich zur Zeit schwerpunktmäßig im „creative producing“ tätig, sprich: Den Kunden durch den kreativen Prozess zu leiten. Meine heimliche Leidenschaft gilt dem Konzepten, Fräsen (CNC) und Tüfteln.

 Was war unser spannendstes Projekt?

Ein Projekt zum Thema „Wie entstehen Ideen?“. Ideen sind anfangs irgendwo im Kopf eines Einzelnen, landen dann auf Papier, und nehmen von da ihren Lauf. Wir haben das wörtlich genommen, und aus Papier Erfindungen vom Rad bis zur Rakete plastisch und dreidimensional nachgebaut.

 Was will ich in Cannes?

Ich lerne ja wirklich gerne neue Menschen kennen! Mich interessiert vor allem: Aus welchem Stoff sind Kreative gemacht? Wie sieht ein Kreativ-Workout von den Top-Leuten aus? Was sind Routinen und Angewohnheiten, und gibt es eine „secret sauce“?

 Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Baden-Württemberg, das heißt Tüfteln und Lösungen finden. Und Hand aufs Herz: Dem fühlen wir uns zutiefst verbunden.

Die Kategorie, für die ich mich entschieden habe, ist: „Humor“.

Ein Deutscher vergibt einen Award in der Kategorie „Humor”. Soll das ein Witz sein?

Auch wenn wir international eher für, nunja, andere Qualitäten bekannt sind, sage ich voller Stolz:

Ich lache sehr gerne.

Und ich glaube, es ist eine hohe Kunst, andere Menschen zum Lachen zu bringen.

In Cannes bin ich auf der Suche nach Situationen, Talks, und Cases, die Humor gekonnt einsetzen und damit ihr Publikum für sich gewinnen. Denn gemeinsames Lachen schafft Nähe und ein Gefühl der Zugehörigkeit. (Zumindest solange man nicht selbst der Inhalt des Witzes ist)

Die Frage ist: Wie wird die Empfängerin oder der Empfänger die Auszeichnung für „Roaring humor” aus dem Land der Ordnung und der Pünktlichkeit verstehen?

Ich würde sagen: Am besten mit Humor.

Moritz Schreiner

The Royal Film Company

Was machen wir?

Wir sind eine kleine Filmagentur und Filmproduktion aus Stuttgart. Wir konzipieren und produzieren Werbung, Imagefilme, Dokumentar- und Spielfilme. Dabei versuchen wir die unterschiedlichen Genres miteinander zu verknüpfen um neue Formate zu kreieren.

Was mache ich?

Ich bin Geschäftsführer und Producer. Ich kümmere mich mehr um den Spielfilm- und Dokumentarfilm und arbeite gerne inhaltlich an der Konzeption von Werbung.

Was war unser spannendstes Projekt?

Eines der schönsten Projekte der letzten Jahre war ein Dokumentarfilm über einen einsamen Bergbauern in Frankreich. Es war schön zu sehen wie einfach die Welt doch sein kann.

Was will ich in Cannes?

Ich will meinen Horizont erweitern. Will Neues lernen und entdecken. Und natürlich viele spannende Menschen treffen

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Es ist klein, fein und überschaubar und meines Erachtens einer der kreativsten Orte der Republik.

Moritz hat sich für die Kategorie „Roaring Vision“ entschieden.

Warum?

„Die Menschheit wird von je her durch Visionen angetrieben. Ideen und Gedankengänge neu zusammenstellen und Großes daraus wachsen lassen. Und das treibt auch mich an.

Ich bin immer auf der Suche nach den besten Möglichkeiten, um Neues und Ungesehenes zu kreieren und verschiedenste Genres und Techniken sinnvoll miteinander zu vereinen.

Das ist der Motor der uns alle antreibt.

Daher freue ich mich sehr, die vielen Visionen anderer kreativer Menschen zu sehen und zu erleben. In Cannes wird dafür mein BW Lion Award für die beste Vision brüllen. Hoffentlich so laut, dass man es bis ins Ländle hört.“

Scherin Rajakumaran

Lava Labs Moving Images

Was machen wir?

Bunte Bilder, die stehen und sich bewegen! Und davon eine ganze Menge.

Was mache ich?

Schauen, dass alle am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, das Richtige zaubern und dabei möglichst viel Spaß haben.

Was war unser spannendstes Projekt?

Definitiv unser Escape Room 2.0!

Was will ich in Cannes?

Ich hoffe darauf in Cannes viele Menschen zu treffen, die aus Leidenschaft zu Storytelling, Design und Content gerne bei einem Glas Rosé über die Zukunft philosophieren und Synergien für zukünftige Projekte schaffen möchten.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Das Land ist wirtschaftlich sehr stark und hat so ein großes Potential und so viele kreative, versteckte Talente. Viele haben Baden-Württemberg noch nicht als solches kennengelernt. Lern uns kennen, mach Projekte mit uns und sei den Anderen bei deinem nächsten Projekt zwei Schritte voraus!

Meine Kategorie: Roaring Human Algorithm

Alexa, wie wird das Cannes Lions Festival dieses Jahr?

Alexa, wer gewinnt einen Löwen in Cannes?

Alexa, was denkst du über künstliche Intelligenz?

Wer kennt sie nicht, diese zauberhafte neue Stimme in unseren tristen einsamen Leben. Endlich eine helfende Hand in allen Lebenslagen. Wer den Film „Her“ gesehen und eine Gänsehaut bekommen hat, wird sich wundern wie nah wir bald an genau diesem Film stehen könnten.

Ich möchte in Cannes dieses Jahr den BW Award für Roaring Human Algorithm vergeben und das primär aus persönlichem Interesse.  Wir haben seit einigen Monaten Alexa im Büro und seit dem bin ich absolut fasziniert über die Zukunft der künstlichen Intelligenz in unserem Alltag. Egal ob es ums Erstellen von Einkaufslisten, Abspielen von Playlists, Ein- und Ausschalten von Lichtern in der Wohnung geht – alles muss nur ausgesprochen werden und Alexa kümmert sich um die Erfüllung der Wünsche.

Die Sammlung von Verhaltensmustern und Übertragung dieser Daten in verschiedene, hoch komplexe Algorithmen wird irgendwann das menschliche Denken ersetzen, behaupten einige Theorien. Das parallel nebeneinander Existieren von Mensch und Maschine wird ebenfalls seit einigen Jahren stark diskutiert. Moral vs. Innovation. Gehirn vs. Algorithmus. Emotionen vs. Daten. Je tiefer künstliche Intelligenz in unser Leben eintaucht und uns schleichend positiv beeinflusst, desto mehr Kontrolle geben wir über unsere Privatsphäre ab. Unser Leben verliert an Intimität.

In Cannes erhoffe ich mir neue Ansätze und Theorien, die das parallele Bestehen von menschlicher und künstlicher Intelligenz mit Beispielen und Cases veranschaulicht, widerlegt oder auch unterstreicht.

Es wäre ohnehin ratsame zwischenmenschliche Beziehungen in Zukunft zu vermeiden und sich seine Wunsch-Gesellschaft zu schaffen. So vermeidet man, unangenehme Situationen, Konflikte und endlich auch diese völlig überbewertete Menschlichkeit in den Menschen.

Mark Pelzer

Die Kavallerie

Was machen wir?

Wir sind eine Agentur für Marken, die Märkte verändern. Wir analysieren und entwickeln Produkt, Marke und Kommunikation für unsere Auftraggeber ganzheitlich, um Menschen in einer informierten und werteorientierten Welt zu überzeugen.

Was mache ich?

Fußballerisch gesehen, spiele ich bei uns auf der sechs – man nennt es Geschäftsführung Strategie und Konzeption.

Was war unser spannendstes Projekt?

„BW hat die schönsten Örtchen“ Live-Event auf diversen Festivals in Deutschland für das Staatsministerium BW.

 Was will ich in Cannes?

Vernetzung, Impulse, Inspiration.

 Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Ob Cannes oder Cannstatt, gute Ideen gibt es überall. Aber in BW gibt es zudem auch viele spannende Unternehmen, die diese auch umsetzen können und wollen.

Meine Kategorie lautet Roaring Live Experience.

Warum ich mich dafür entschieden habe?

Was überzeugt mich sofort, um für etwas einzustehen? Warum glaube ich dem einen Menschen jetzt und hier, dem anderen aber nie? Wie wird etwas wahnsinnig kompliziertes plötzlich ganz einfach und nachvollziehbar?

Es sind Erlebnisse, die uns rocken – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie bringen uns und unsere Erfahrungswelt ins Wanken. Sie sind gleichermaßen explosiver Zünder für Neues und zugleich zentnerschwerer Gedächtnisanker für unser Handeln. Als emotionaler Shortcut führen sie uns durch das Dickicht an Informationen und logischen Abwägungsprozessen – im Großen, wie im Kleinen.

Für mich beruflich, als Berater für erfolgreiche Kommunikation, und für mich persönlich, als handelnder Mensch, ist die Frage nach dem was Menschen bewegt, überzeugt und sie letztendlich für glaubwürdig halten, die zentralste. Emotionale, erlebnisorientierte Kommunikation ist damit, neben rationaler Argumentation und Autorität, eine der drei Wirkkräfte der Überzeugung, die nachhaltig aktivieren. Was man dazu braucht? Einen starken kreativen Impuls.

Auf zweifacher Weise nehme ich daher als Erstbesucher die Erlebnisspur beim International Festival Of Creativity auf – immer mit unserem Award dem BW LIONS im Gepäck. Denn ich mache mich auf die Suche nach der Roaring Live Experience, die ich prämieren will. Das kann ein prägendes Erlebnis durch das Festival selbst sein – entweder bei einem der Talks mit Speakern wie A$AP Rocky, in der Innovation Discovery Zone, in der Start ups Ihre Visionen verhandeln oder mitten drin auf der Tanzfläche.

Auf der anderen Seite halte ich die Augen auf nach Live Experience aus zweiter Hand. Denn vielleicht begegnet mir auf einer Award Show eine viral aufbereitet Live-Aktion, wie der Silber-Gewinner aus der Kategorie Promo & Activation: „The Dilemma“ von Heineken aus dem Jahr 2016. Wie dem auch sei, es kann nur einen BW LION für die Roaring Live Experience geben, viele Erlebnisse dürfen es für trotzdem sein.

 

Daniel Impertro

Donner und Doria Public Relations

Was machen wir?

Wir erzählen Geschichten und kümmern uns darum, dass diese gefunden, gelesen, geliked und geteilt werden.

Was mache ich?

Ich bin Junior-Berater für PR und Social Media.

Was war unser spannendstes Projekt?

Unsere Arbeit in den Bereichen PR und Content ist weniger projektgetrieben. Wir begleiten und beraten unsere Kunden in der Regel über eine lange Zeit – oft über mehrere Jahre. Ist es nicht spannender, die Kommunikation und öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens so lange mit prägen zu können und nicht nur für ein Projekt reinzugrätschen?

Was will ich in Cannes?

Meeres- und Zukunftsluft schnuppern.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Hier wird nicht gehyped, hier wird einfach gemacht.

Meine Kategorie lautet Roaring Headline

Liest du noch, oder scannst du schon? Egal, ob Zeitungen, Blogs oder Twitter-Timeline: ob wir einen Artikel lesen, eine Veranstaltung besuchen oder uns Werbung anspricht, hängt zu großen Teilen von der Headline ab. Newsfeeds werden nicht gelesen, sie werden gescannt. In Gedanken kommentieren wir ständig unser Auswahlprozess: Langweilig. Nein. Langweilig. Kenne ich schon. Oh, Katzenbabys – *klick*.

Die Informationsflut steigt – mit messbaren Folgen. 6 von 10 Personen würden einen Link teilen, ohne den Text gelesen zu haben. Immerhin 80% lesen die Headline – nur einer von 10 den anschließenden Text. Daher: Glückwunsch! Du gehörst jetzt schon zu den 10%, die das geschafft haben.

Jetzt wissen wir, gute Headlines sind entscheidend. Sie zu schreiben, wird dadurch jedoch nicht leichter. Darum habe ich mich dafür entschieden, auf dem Cannes Festival of Creativity meinen BW Lion in der Kategorie Roaring Headline zu vergeben. Ein mitreißender Vortragstitel? Eine provokante Kampagnen-Headline? Der Name einer Party? Die Liste der potentiellen Kandidaten ist lang. Bisher steht nur eines fest: der 4-zeilige Titel meiner Bachelor-Arbeit hätte keine Chance.

Niklas Dorn

Filestage

Was machen wir?

Filestage ist eine Webanwendung für Agenturen und Filmproduktionen. Damit lassen sich Videos, Designs, PDF Dokumente und Audiodateien einfach mit Kunden teilen, kommentieren und freigeben.

Was mache ich?

Als CEO und Co-Founder jette ich um die Welt und pitche auf Startup Events ;-). Scherz beiseite. Aktuell bin ich vor allem im engen Austausch mit Kreativen, um Filestage gemeinsam weiterzuentwickeln.

Was war unser spannendstes Projekt?

Die Feature Entwicklung für einen der größten US Videostreaming Dienste dessen Namen ich leider nicht verraten darf.

 Was will ich in Cannes?

Ich freue mich auf tolle Gespräche mit den Top Kreativen der Welt. Dabei schaue ich mir alles aus der Startup Brille an und bin wirklich gespannt, was hier an Innovationen zu sehen ist. Die eine oder andere Party werde ich sicherlich auch mitnehmen.

 Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Wirklich tolle Unternehmen und Agenturen, top ausgebildete Medienschaffende und im Gegensatz zu Berlin scheint hier die Sonne.

Meine Kategorie lautet Disruption.

Warum habe ich mich dafür entschieden?

Eigentlich dürfte ich gar nicht hier sein. Ich bin in gewissermaßen der Maulwurf. Der Saboteur. Ein Fremdkörper. Das fünfte Rad am Wagen. Der Junge den man beim Sport am liebsten gar nicht wählt, weil er die Eigentore macht.

Deshalb haltet euch fest: ICH BIN KEIN WERBER. Ich bin auch kein Kreativer. Ich kann weder designen noch schöne Filme in HD produzieren. Ich komme aus einer ganz anderen Welt. Ich bin Gründer eines Startups. Klingt nach Silicon. Silicon Valley. Nach wilden Parties. Nach Garage. Nach Kapuzenpulli. Nach Smoothies trinken im Starbucks und nebenbei etwas auf Instagram posten.

Und mittendrin bin ich. Alles Teil eines perfiden Plans die Agenturszene zu unterwandern. Mit einer Software. Mit einer Webanwendung für Werber. Ein Tool für Kreative, Filmemacher und Marketer. Genannt Filestage. (Disclaimer: Ich weise darauf hin, dass dieser Artikel zu 100% Werbung darstellt. Also ja, bitte geht auf unsere Website und meldet euch alle an für unsere geniale Software Filestage.)

Selbstverständlich ist Filestage disruptiv. Wir zerstören verkrustete Strukturen und auch ein bisschen uns selbst. Durch mörderische Arbeitszeiten und bescheidenes Gehalt. Wir arbeiten also ganz im Sinne des Erfinders. Ein Startup muss heute ja bekanntermaßen disruptiv sein. Mach kaputt was dich kaputt macht. Nur wer das System zerstört, kann etwas Neues schaffen. Uber, Airbnb und Tesla machen es vor. Ganz nach dem Motto: Alles was bisher da war ist blöd. Alles muss weg. Alles muss neu. Alles muss groß. Das mögen Kreative.

Und was kann Cannes? Ist Cannes gleich kreative Zerstörung? Weg vom Mainstream? Ein bisschen Chaos und Anarchie? Das sagen zumindest Leute die schon mal dagewesen sein sollen. Ein kreativer Vollrausch. Sieben Tage, Sieben Nächte. Bis zur völligen Disruption.

Wir werden sehen, was die Werbewelt sich diesmal ausgedacht hat. Innovation, Disruption oder einfach nur ein Haufen Kreativer die sich eine Auszeit am Meer gönnen?

Wir werden sehen 😉

Jens Kenserski

pulsmacher

Was machen wir?

Kommunikation und Markenentwicklung in den unterschiedlichsten Disziplinen wie Design, Live-Kommunikation, Architektur, Digital etc.

Was mache ich?

Gründer und Geschäftsführer

Was war unser spannendstes Projekt?

Für unsere Kunden dürfen wir jeden Tag sehr spannende Projekte umsetzen. Aktuell sind das der `Digital Life Day` von Daimler, die Markenführung der Bosch Start-up Plattform `grow`, die Betreuung von `Uniqlo` und viele mehr.

Was will ich in Cannes?

Mich inspirieren lassen, vernetzen, spannende Gespräche führen

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Dass es ihn gibt.

Meine Kategorie lautet „Roaring Party“

Sind die Seminare, Workshops, Vorträge und Preisverleihungen das Hirn und vielleicht die Seele des Festivals, so sind die Partys der Agenturen, Markenartikler, Produzenten, Verbänden, Länder etc. das Herz des Cannes Lions Festival of Creativity.

`Wer hart arbeitet, kann auch hart feiern`, hat mein Vater immer gesagt, zumindest bilde ich mir das ein, oder war es `Wer abends feiert, kann morgens auch arbeiten gehen`? Auf den Partys in Cannes zeigen die Veranstalter, was sie drauf haben. Endlose Cocktailbar, bekannte DJs, Videoprojektionen, Feuerwerke, special guest Stars bilden das Szenario der Partys, bei denen es neben der Feierei vor allem um das Netzwerken geht. Eigentlich eine klassische Vertriebsveranstaltung, aber eben halt ganz anders und am Strand der Côte d´Azur, in einer Hotelsuite, auf einer Yacht oder in einer Villa in der Stadt.

Die Begegnungen sind das, um was ist dort eigentlich geht. Die Währung sind eingesammelte Visitenkarten. Für uns als Kommunikationsagentur sind die Partys ein wichtiges Spielfeld um neue Partner und Kunden zu gewinnen und uns inspirieren zu lassen. Ich bin gespannt, welche Party von mir den BW Lion für die  `Roaring Party` erhält.

Und wenn ich dann am nächsten Morgen nach viel zu wenig Schlaf und zu vielen Rosés durch den Wecker geweckt werde, weil ein weiterer Tag voller toller, inspirierender Vorträge, Seminaren und Workshops beginnt, höre ich in meinem Kopf wieder die Stimme meines Vaters `Wer abends feiert, kann morgens auch arbeiten gehen`… Willkommen in Cannes.

Christopher Karl

neolog Communications

Was machen wir?
Alles was schwierig ist, machen wir leicht. Unser Schwerpunkt liegt auf innovativen und erklärungsbedürftigen Produkten, Markenentwicklung, Unternehmens- und Verbandskommunikation. Wir wissen, wie man neue Ideen und Inhalte entwickeln und platzieren muss, damit sie ihren Weg zu den Menschen finden. Enger gefasst, Markenkommunikation mit Schwerpunkt B2B.

Was mache ich?
Ich bin Creative Director und für den Kreativ-Output verantwortlich. Der Spagat dabei: einerseits Grenzen im Sinne der maximalen Wirkung der Grundideen neu zu definieren, nach dem Motto „push the limits“, andererseits dabei die praktische Umsetzung im Auge behalten.

Was war unser spannendstes Projekt?
Schwer zu sagen, da die Projekt so verschieden sind. Highlights sind z.B. die Markenkommunikation für Consumer Electronic Marke JBL und der neue Markenauftritt von fusionierenden Kliniken.

Was will ich in Cannes?
Neues erfahren, Personen und Kreativitätsperspektiven kennenlernen, internationales Netzwerk ausbauen, Erkenntnisse in der Heimat vermitteln.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?
Wir sind hier sehr engagiert und dabei zuverlässig.
Der Hang zur Perfektion ist sicherlich ein typisches Charakteristikum.

Meine Kategorie lautet Roaring Provocation.

Warum ich mich dafür entschieden habe?

Cannes kann mich… Jetzt bloß nicht frei assoziieren. Provokation bezeichnet das gezielte Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion bei anderen Personen. Hierbei agiert der Provokateur bewusst manipulativ, dass die Zielgruppe ein tendenziell erwünschtes Verhalten zeigt.

Ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach guten Beispiele gelungener Provokation, egal ob in Kampagnen, Thesen, Auftritte oder auch Situationen. Es ist ein Kunststück den Gegenüber zu provozieren und zugleich dabei für sich zu gewinnen.

Oliviero Toscani brachte für Benetton soziale, religiöse und politische Themen ins Werberampenlicht, was sich aber nur bedingt auszahlte. Die provokativen Kampagnen von Sixt laufen nach wie vor erfolgreich.

Cannes kann mich und andere bestimmt zu gelungener Provokation begeistern und inspirieren.

Jennifer Moss

The Gekettez Design Studio & User Experience Design Consultancy

Was machen wir?
Dinge, die schon immer so waren, wie sie sind, stellen wir in Frage. Barrieren zwischen Menschen und Technik durch User Centered Design reduzieren. Unternehmen anregen, das gleiche zu tun.

Was mache ich?
Mitgründerin und meist der “good cop” unseres UX Pair-Design Teams und Art Director für digitale Medien.

Was war unser spannendstes Projekt?
Projekte sind für uns immer dann am spannendsten, wenn wir spielen oder neues lernen dürfen und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Eine Studie und Konzeption für ein globales Unternehmen bezüglich der Länder- und kulturspezifischen Optimierung ihrer Webseite ist für uns genauso spannend wie die Entwicklung eines Systems, welches individuell geführte Touren für ein kleines Heimatmuseum ermöglicht.

Was will ich in Cannes?
Nachhaltige Inspiration durch innovative Konzepte, ungewöhnliche Arbeitsmethoden und persönlichen Austausch erfahren. Kreative Entwickler Studios scouten. Mindestens einen Morgen skatend am Promenade de la Croisette verbringen.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?
Wir sind in kürzester Zeit in den unterschiedlichsten Ländern und Städten mit unterschiedlichsten Kreativ- und Gründerszenen und damit auch bei den unterschiedlichsten Kunden. Dadurch entsteht eine Diversität an Ideen und Konzepten, die woanders nicht immer zu finden ist.

Meine Kategorie lautet Roaring Humanized Conversation.

Warum ich mich dafür entschieden habe?

Ich bin Mitgründerin von The Geekettez, einem Studio für digitales Design und User Experience Design, sowie Beratung. Meinen BW Lion werde ich in der Kategorie “Roaring Humanized Conversation” verleihen.

Auch wenn wir im digitalen Zeitalter leben, viele Aufgaben bereits von Maschinen erledigt werden und dies in Zukunft in immer mehr Bereichen der Fall sein wird, wird es einen Faktor geben, der sich in dieser sich wandelnden Welt doch immer gleich bleiben wird: der Mensch.

Ein Faktor, der bei der Kreation von digitalen Produkten und Leistungen allerdings oftmals zugunsten von Technologie oder Marketing Checklisten vernachlässigt wird. Das ist eine ziemlich verrückte Sache, bedenkt man, dass es sich hier um Lösungen handelt, die von Menschen für Menschen gemacht wurden.

Ich werde in Cannes deshalb nach unterschiedlichen Kommunikationslösungen Ausschau halten, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht und respektvoll, humorvoll oder in jeder anderen Art und Weise angesprochen wird, die wir mit einem Adjektiv versehen können, welches man in der Regel Menschen (statt Maschinen) zuweist. Denn jede Ansprache ist eine Einladung zu einer Konversation und hier verhält es sich wie mit Anmachsprüchen in Bars: manche sind plump und weniger erfolgreich, während andere charmant genug sind um darüber hinwegzusehen, dass es sich um einen Anmachspruch handelt.

Als User Experience Designer vertreten wir die Auffassung, dass Technik nicht die Basis für eine gutes Nutzererlebnis sein kann und sollte. Der Anspruch an, ist mit der sich wandelnden Technik sowie den sich wandelnden sozio-kulturellen Bedingungen gestiegen. Deshalb kann ich es kaum abwarten, mehr über die unterschiedlichen Konzepte & Ideen zu erfahren, die erfolgreich umgesetzt wurden. Die Idee, die mich am meisten überzeugt wird mit dem “Anti-HAL”, dem BW Lion für “Roaring Humanized Conversation” ausgezeichnet und diese hat hoffentlich das Potenzial mehr Menschlichkeit in unseren digitalen Alltag zu bringen.

Bettina Klammt

Baden-Württemberg International

Was machen wir?
Wir unterstützen die Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes Baden-Württemberg mit vielfältigen Angeboten bei der Internationalisierung und machen den Standort Baden-Württemberg weltweit bekannt.

Was mache ich?
Als stellvertretende Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft kümmere ich mich u.a. um die Programmerstellung, die Konzipierung und Durchführung einzelner Maßnahmen, ausländische Delegationen, die Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Kunden und Partner. Und manchmal auch um Sonderprojekte.

Was war unser spannendstes Projekt?
Die Organisation und Durchführung der Delegationsreise nach Israel im März 2017 mit Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut und einer 70-köpfigen Delegation mit ganz vielen spannenden Leuten, die alle zum Kennenlernen der Start-up Nation Israel sowie zu den Themen Digitalisierung der Wirtschaft und Datensicherheit in der Produktion mitgereist sind.

Was will ich in Cannes?
Die Themen kennenlernen, die die BW Lions beschäftigen und Argumente dafür sammeln, die Reise auch künftig als festen Bestandteil des Außenwirtschaftsförderprogramms des Landes beizubehalten.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?
Dass Kreativität, gepaart mit Innovation, in vielen Unternehmen quer durch alle Branchen einfach tagtäglich gelebt wird.

Esther Fehn

Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Was machen wir?

Wir unterstützen und fördern die Kultur- und Kreativwirtschaft in und für das Land Baden-Württemberg.

Was mache ich?

Ich bin Teil der Unit „Kultur- und Kreativwirtschaft“ bei der MFG. Als Eventmanagerin konzipiere und betreue ich verschiedenste Veranstaltungen, darunter auch das MFG-Akademieprogramm. Mit diesen Weiterbildungsangeboten in verschiedensten  Themenbereichen wie beispielsweise Marketing, Pressearbeit, Rechtsgrundlagen und Kaufmännisches Wissen möchten wir die Kreativschaffenden in Baden-Württemberg in ihrer täglichen Arbeit nachhaltig unterstützen und sie mit ihren Unternehmungen voranbringen.

Was war unser spannendstes Projekt?

Ein Highlight des Jahres ist die Organisation und Betreuung unserer Gemeinschaftsstände auf der Gamescom in Köln und der Frankfurter Buchmesse. Das spannendste Projekt ist momentan jedoch die Organisation der Delegationsreise der BW-Lions nach Cannes. Hautnah zu erleben, wie eine Kampagne der Delegierten entsteht, gibt mir nicht nur gute Einblicke in die Branche sondern auch persönlich neue kreative Impulse.

Was will ich in Cannes?

Die neuesten Trends und Strömungen in der Werbebranche eine Woche live erleben und alle Termine für die BW-Lions erfolgreich organisieren. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich die Organisation der 120 Minuten Party der Delegierten am Strand von Cannes.

Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Die Kreativschaffenden am Standort sind mit Herzblut dabei. Die Bereitschaft für kooperativen Austausch und der Mut neue Wege zu gehen, beeindrucken mich sehr.

Frank Meier

Frank und Freunde

Was machen wir?

Digitale Kommunikation: von Onlinemarketing bis zur Appentwicklung und Webentwicklung. Und für unsere Kunden sind wir schon immer Begleiter der Digitalen Transformation gewesen.

Was mache ich?

Als Gründer und Gesellschafter unserer Internetagentur .FUF bin ich bis heute zuständig für die Konzeption und Kommunikationsstrategie – bis hin zur Technologieauswahl.

Was war unser spannendstes Projekt?

Unser letztes Projekt.

Wir haben den Anspruch jedes Projekt noch besser und effizienter umzusetzen. Und zwar von der kreativen Idee über das Design bis zur Realisation und Vermarktung.

 Was will ich in Cannes?

Input für unser nächstes Projekt.

 Was ist das Gute am Kreativstandort BW?

Erfindergeist und der Drang zu sauberen Lösungen. Und der nach wie vor riesige Transformationsbedarf in unserer Region.

 

Augmented Reality – wo steckt die Interface-Revolution?

 

Der Bereich Interface ist absolut in Bewegung. Sprachbots, Siri, Amazon Echo und Co. besetzen das Audiothema. Was tut sich bei der Augmented Reality, die ja riesiges Potenzial in der User Experience bietet? Gibt es hier bald Veränderungen, die uns alle betreffen werden?

 

Gerade ist die aktuelle Generation der Virtual Reality Brillen wie Oculus Gear und HoloLens im Handel angekommen. Googles aufsehenerregende Datenbrille Glass, die im Unterschied dazu die Augmented Reality beflügeln sollte, gelangte aufgrund technischer Probleme und großer Skepsis hinsichtlich Datenschutz gar nicht erst in den freien Verkauf.

 

Der eingeschlagene Weg war jedoch sicher der richtige und viele grundlegende Erkenntnisse konnten mit Google Glass gewonnen werden. Im Engineering und in der Logistik waren schnell zahlreiche Anwendungsszenarien erschlossen. Generell bietet Augmented Reality in der Digitalisierung ein erhebliches Potenzial. Für die Usability von Produkten und die User Experience erschließt AR im wahrsten Sinne völlig neue Dimensionen. Als Digitalagentur ist das für .FUF daher natürlich ein Kernthema.

 

Augmented Reality (AR) stellt hohe Anforderungen. Vor allem Rechenleistung ist ein Thema, denn der Raum muss exakt in 3D-Daten vorliegen; und die Sensoren zur Bewegungserfassung müssen für die Apps exakte Positionierungen und Bewegungsvektoren liefern. All diese Grundlagenbereiche entwickeln sich nach wie vor rasant.

 

Auftrieb hat das Thema Augmented Reality zuletzt als Erweiterung der Foto-Funktion der App von Snapchat bekommen. Die “Pokéomon Go”-Welle, die AR zum deutlich sichtbaren Massenphänomen gemacht hat, ist hingegen schon wieder abgeebbt. Dem spielerischen Ansatz stehen aber große ernsthafte Einsatzmöglichkeiten gegenüber.

 

Facebook hat im April 2017 im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz F8 zuletzt weitreichende Ankündigungen im Bereich der “Next Generation Interfaces” gemacht. Augmented Reality solle zur nächsten großen Computing Plattform werden. Die große Masse der Menschen kann aber nur dann gewonnen werden, wenn dazu keine umständlichen Zusatzgeräte erforderlich sind, sondern die App ganz einfach auf dem Smartphone die Basis für die Anreicherung der Realität liefert.

 

Was passiert im Kreativbereich mit dieser Technologie – gibt es innovative Ansätze und wo bietet Augmented Reality in der User Journey einen echten Mehrwert? Das werde ich für unsere Digitalagentur FUF // Frank und Freunde auf dem Cannes Lions International Festival of Creativity herausfinden.

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